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Vertraue dem Zweifel, zweifle an der Gewissheit
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Die fünf Konzepte als Fragen
Über Stärken, Schwächen und Reiki

Wahrnehmung

Wahrheit ist immer subjekiv


Intuition

Im März war ich aufgrund einer Eingebung im Casino. Nicht, dass ich mir aus Glücksspiel etwas mache. Es war mein zweiter Besuch überhaupt, und beim ersten Mal ging ich nur wegen meiner Freunde mit, die ich dann allerdings bewundern lernte für ihre Leichtigkeit, mit dem Glück und dem wenigen Geld zu spielen, welches Sie zur Verfügung hatten. In 2 Stunden hatten Sie mehrere Hundert Franken gewonnen, logisch irgendwie; währenddessen konnte ich mich nicht so gehen lassen und hatte an einem Roulettetisch mit 50/50 Chancen in Kürze meinen ganzen Einsatz verspielt.

Doch nun hatte ich diese Eingebung. Im Mentaltraining tauchte plötzlich das Casino auf, und ich sah eine rote 18 am Tisch, vor dem ich stand. So wollte ich dem nachgehen, hatte mir die Intuition doch früher schon Tipps auch in finanziellen Angelegenheiten gegeben, und wäre ich ihnen seinerzeit konsequent gefolgt, hätte ich in der Finanzkrise, die der Immobilienblase folgte, keine Verluste erlitten.

Ich finde es wichtig, der eigenen Stimme auch mit praktischen Schritten zu folgen. Damit beweise ich mir, dass ich meine innere Stimme ernst nehme. Dann kann ich mir auch in schwierigen Situationen besser vertrauen. Und wenn ich mir besser vertrauen kann, können andere mir auch besser vertrauen.

Also ging ich hin. Ich brauchte nur einen 5 Franken Chip. Ich hatte ja meine Intuition. Dann stand ich vor Tisch 3, wollte grad setzen und erkannte - das war der Tisch, an dem ich bei meinem ersten Besuch kein Glück hatte. Ich ging zum Tisch 2 und setze meinen Chip auf die 18. Es kam die 36, 2x18 also, es hatte nicht geklappt! Ich brauchte einen Moment, das zu verkraften. Immerhin - so tröstete ich mich - hatte ich mir vertraut und es versucht. Die Kugel rollte wieder, aber es war mir unwichtig, was dann kam. Aber doch nicht ganz, denn meine Augen blickten plötzlich hinüber zu Tisch 3 und die letzten Ergebnisse dort. Ich musste den Atem anhalten und konnte es kaum glauben. Da war die 18 gefallen, während ich am anderen Tisch stand. Und sie kam 2x hintereinander!

Jetzt war mir alles klar. Ich war meiner Intuition gefolgt, aber ich war ihr nicht konsequent gefolgt. Als mein Ratio sich einklinkte mit dem statistischen Hinweis auf vergangenes Pech am Tisch 3 hatte meine leise innere Stimme plötzlich kein Gehör mehr. Immerhin einen Moment lang hatte ich mich der leisen Stimme hingegeben, dem Unbekannten, und mit welcher Macht trat diese kleine Wahrscheinlichkeit, diese Feinheit, plötzlich in meine Realität!

Im Unbekannten stecken viele Möglichkeiten. Ich könnte behaupten, dass es ganz sicher meine innere Stimme war, die Situation fühlt sich fast wie ein Beweis an. Aber bleiben wir bei der Ehrlichkeit. Intuition ist ein schwaches Gewächs. Wollte ich aufgrund von einem Gefühl etwas für wahr erklären, was ich »wahr«genommen habe? Könnte ich die Situation wiederholen? Wie weit ist es her mit meiner Fähigkeit, die Zukunft zu sehen? Wie schnell bin ich dabei zu behaupten, etwas sei oder so passiert? Es fühlt sich doch fast wie Wissen an! Aber es ist immer die Lüge, die über die Wahrheit richtet, und schon René Descartes lehrte, bereits beim kleinsten Zweifel nichts für wahr zu halten. Wahrheit ist demzufolge immer subjektiv.

Mit Reiki ist es gewiss ähnlich. Ich habe Zweifel, was und wie da gerade etwas abläuft. Ich verstehe es selbst nicht. Dennoch hantiere ich in meinen Vorträgen und Seminaren mit Geschichten und Konzepten, die Material für meine Annahmen liefern. Dabei muss ich zugeben - es gibt Behauptungen, die weich und diffus sind. Es gibt Fallbeispiele, die ungenau beobachtet worden sind. Es gibt Studien, von denen ich mir wünsche, dass sie wahr sind. Wie gehe ich damit um, wenn eine Beobachtung nicht wiederholbar ist? Wie gehe ich damit um, wenn sich herausstellt, dass eine Veröffentlichung nicht wissenschaftlich war? Wie gehe ich damit um, wenn eine andere Studie plötzlich zu einem anderen Ergebnis kommt?

Wenn ich etwas wahrhaben will, entspricht es meiner Wahrnehmung, meinen Glaubensmustern, meiner Identität. Ich lasse mich nur von den Dingen überzeugen, die ich sowieso schon glaube. Ich verzichte darauf, rigoros zu hinterfragen oder gar Gegenproben zu machen. Ich werde sogar logische Widersprüche ignorieren, und ich werde mit Ausreden arbeiten.

Ob mir das wirklich dienlich ist? Verschreibe ich mich da nicht der Selbstlüge, um über meine Wahrheit zu richten? Wenn es Intuition am Anfang der Geschichte war, so kam diese daher, dass ich wusste, was ist. Und das ist etwas anderes als wahrhaben zu wollen, was ich gern möchte!

Es ist schwer möglich zu sagen, was wahr ist, etwa ein Buch zu schreiben »Die Wahrheit über Reiki«. Eine Sache ist hingegen ganz leicht: eine Behauptung zu widerlegen, wenn diese nicht wahr ist. Dabei muss ich nichts groß beweisen, es reicht ein Beispiel, um zu zeigen, dass etwas anders gelaufen ist.

Was aber ist jetzt die Wahrheit über Reiki? Es scheint immer noch leichter zu sagen, was Reiki nicht ist.

Ich stelle mir ernsthaft die Frage, ob ich Fallbeispiele und Studien in meinen zukünftigen Veranstaltungen nur noch zum querfragen verwenden sollte. Ich beobachte, dass meine Beziehung zu Reiki für mich mehr und mehr ein Prozess des Abstreifens von Konzepten und Behauptungen ist. Dies ist nicht wahr, und jenes ist auch nicht wahr. Es geht mir gut mit Reiki, aber ist es vielleicht »nur« ein Placebo oder ein elektromagnetischer Effekt, der von den eigenen Händen ausgeht? Muss ich denn ein neues Konzept einführen, nur weil ich etwas nicht weiss? Reicht es nicht, abzustreifen? Bringt mich das der Wahrheit näher? Was wird am Ende übrig bleiben? Was wird dann wirklich wichtig ist? Könnte es das »Nichts« sein?

Die letzten Monate haben mir in diesem Zusammenhang neue Erkenntnisse gebracht. Ich werde deshalb in meinen kommenden Reiki Kursen auf 2 Geschichten verzichten, die ich bislang verwendet habe. Es handelt sich um das 100. Affenprinzip und um das Gedächtnis des Wassers.

Das 100. Affenprinzip sollte die Idee der morphogenetischen Felder illustrieren, nach der Information ohne direkten Kontakt überall auf der Welt zur Verfügung steht - wie beim Bericht zu einem eigenartigen Affenverhalten, welches von der japanischen Insel Koshima plötzlich auf andere Inseln und auf das Festland von Takasakiyama übersprang - so die beteiligten Forscher 1952. Heute weiss ich aus einem Interview mit James Oschmann, dass die Geschichte nicht wahr ist. Sheldrake, der Theoretiker hinter den morphogenetischen Feldern, stand der Affengeschichte schon früher skeptisch gegenüber und hatte sie in seinen Werken und Vorträgen nicht verwendet. Seine Theorie bleibt trotzdem spannend und wertvoll: Wenn ich mich verändere, verändere ich alles. Jede erfolgreiche Therapieanwendung wird die Welt verändern und es für andere einfacher machen.

»Die Nachricht des Wassers« wurde 1999 von Masaru Emoto publik gemacht, und in meinen Kursen wollte ich damit die Macht der Gedanken illustrieren. Emoto fand verschiedene Kristallstrukturen, je nachdem, welchen Wörtern (Liebe, Hass) oder welchen Schwingungen (Heavy Metal, Musik von Bach, Reiki Behandlungen, Gebete) das Wasser ausgesetzt war. Die Esotherik Szene war begeistert, der Film What the Bleep do we know wurde zum Kassenschlager. Produkte wie Granderwasser fanden auf den Markt und wurden zu horrenden Preisen verkauft, damit Menschen Wasser »mit besseren Informationen« trinken konnten. Verschiedene Studien zeigen heute, dass Granderwasser keine Wirkung hat, die über normales Tafelwasser und die menschliche Einbildungskraft hinausgeht, und das die Grander-Technologie zur »Belebung« von Leitungswasser wirkungslos ist. Emotos Versuchsergebnisse liessen sich in anderen Labors nicht reproduzieren. Dagegen weiss man, dass die Struktur von Wasserkristallen stark von Temperatur und Luftfeuchte abhängt. Der passende Kristall lässt sich aus jeder Wasserprobe erzeugen. Video zum Wassergedächtnis

Es gibt Menschen, die glauben, ohne zu wissen. Es gibt Menschen, die glauben, was sie wissen. Es gibt Menschen, die wissen, dass alles auch ganz anders sein könnte. Nur die letzten werden frei sein.

Ich bin froh, meine Meinung über die Macht der Information revidieren zu können. Denn was wäre ich für ein Opfer, darunter zu leiden, dass jemand vielleicht das Wasser angeschrieen und beleidigt hätte, welches ich trinken würde! In der Tat hat Information überhaupt keine Macht. Sie ist nicht einmal eine Tatsache, sondern nur etwas »in Formation«, eine Behauptung, eine Wahrnehmung, der Täuschung zugrunde liegen kann. Mächtig wird eine Information erst, wenn ich entscheide, sie zu realisieren. Das liegt wiederum voll in meiner Verantwortung. Das ich alles mögliche realisieren kann, Gesundheit, Krankheit, Freunde, Feinde - das macht für mich auch wieder Sinn. Wir nennen es den Placebo Effekt im positiven Sinn, der dringend näher erforscht werden sollte, sowie den Nocebo Effekt im negativen Sinn.

Es gibt keine Wahrheit - außer meinen eigenen. So steht schon in Markus 11 Vers 24: »Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, daß ihr es empfangen habt, und es wird euch werden.«

Axel Ebert • Mai 2012

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Vertraue dem Zweifel, zweifle an der Gewissheit

Ein Anwender hinterfragt Reiki Konzepte westlicher Schulen

Als ich 2008 nach Japan fuhr, um Usui Reiki Ryoho zu lernen, das ursprüngliche japanische Reiki, war ich sicher, dass ich eine Bestätigung der essentiellen Lehren vom Reiki Network finden würde. Ich wusste, dass die Network Gründer intensive Nachforschungen betrieben hatten, sie lernten von verschiedenen westlichen Reikischulen. Schliesslich ist es Network Vision, Reiki nach dem höchstmöglichen Standard zu unterrichten.

Die Antwort auf vollständige Gewissheit konnte nur komplettes Versagen sein. Kaum ein Konzept oder Anwendung habe ich wiedergefunden. Ich kann heute sagen, dass das Reiki im Westen so viele Veränderungen erfahren hat, dass es paradox scheint, dass die Idee von Reiki überhaupt überlebt hat.

Für den Geist und die Entwicklung von Bewusstsein ist das Paradox ein großartiges Werkzeug, und so bin ich dankbar für meine Erfahrung. Ein Paradox hilft, den Geist von seinen Vorurteilen zu befreien. Es ist wie eine notwendige Bedingung, wenn ich mit schwierigen Problemen konfrontiert bin. Wenn mein Geist einen Gedanken anbietet, bietet er in Wirklichkeit eine Hypothese über die Realität. Die Hypothese gibt immer Raum für Irrtum. Sie kann entweder geprüft werden, was bedeutet sie könnte falsch sein, oder aber sie kann nicht geprüft werden, was empirisch bedeutet, dass sie keinen Wahrheitswert hat.

In diesem Sinne will ich einige Gedanken teilen, welche von meinen Studien und meiner Erfahrung im japanischen Reiki stammen. Mit diesen möchte ich fundamentale Grundsätze im westlichen Reiki hinterfragen. Ich kann damit zwar nicht sagen, was Reiki ist, aber ich sagen, was Reiki nicht ist.

Reiki ist keine getrennte Entität

Einige Lehrer und Anwender sind heimliche Dualisten. Sie glauben, irgendwo da draussen schalte und walte ein unabhängiger Geist. Reiki wird als universelles Bewusstsein interpretiert, von welchem ich getrennt sei. Reiki sei völlig unabhängig vom Praktizierenden, dieser nur ein passiver Kanal außerhalb des Kreises. Eine weitere Aussage ist, dass Reiki effektiv praktiziert werden könne, egal in welchem Zustand sich das Bewusstsein des Praktizierenden befindet. Es sei notwendig, eine Initiation zu »machen«, um die Verbindung zu dieser Entität herzustellen.

Wenn ich aber anerkenne, dass es ein Feld gibt, eine unsichtbare Matrix, ein Netzwerk in dem alles verbunden ist, warum sollte ich dann getrennt von Reiki sein?

Die Vorstellung des ursprünglichen Nicht-Verbunden-Seins, Getrennt-Seins, kreiert ein Dilemma, beginnend mit der Frage, wie der Gründer von Reiki selbiges hat finden und sich damit verbinden können. Es scheint schwer vorstellbar, dass es vor ihm keinen anderen Initiator gab.

Beverly Rubiks Studie von 2006 hat gezeigt, dass Reiki sehr wohl vom Praktizierenden und seinem Wohlbefinden abhängt. Die Resultate deuten darauf hin, dass Reiki, ob es nun eine universelle Lebensenergie von einer kosmischen oder göttlichen Quelle ist oder nicht, durch das menschliche Biofeld in gewissen psycho-physiologischen Zuständen moduliert werden kann.

In Japan bedeutet Reiki einfach Seelenenergie. Sie ist nichts Getrenntes. Sie ist immer gegenwärtig. Sie ist ewig und deshalb real. Nicht so mein Körper, mein Geist und die Vorstellungen, die ich über Reiki habe. Diese sind temporär und deshalb nicht real.

In gewissem Sinne könnte ich sagen, dass ich mit der Anwendung von Reiki das Irreale mit dem Realen behandle.

Es gibt keine Einweihungen in verschiedene Grade von Reiki

Es gibt keine Einweihung in den zweiten Grad und auch keine Meistereinweihung. Die Initiation ist ein Hinweis, um zu sagen »Schau, da ist dein Reiki«. Entweder hast du es dann gesehen oder nicht.

Wenn ein Junge zum Mann initiiert wird, wenn ein Mädchen zur Frau ernannt wird, werden beide nicht in verschiedene Grade eingeweiht. Es gibt keinen ersten Grad Mann oder zweiten Grad Frau. Essentiell haben beide schon vorher die Qualitäten des Mannes oder der Frau in sich getragen. Mit Reiki ist es in Japan genauso. Es gibt nur eine Einweihung, und sie wird wiederholt, so oft der Schüler den Lehrer trifft. Die Wiederholung ist zwar nicht notwendig, aber sie wird als Erinnerung an das Reiki betrachtet.

Ich stelle mir vor, dass die Technik der Einweihung nicht so wichtig ist. Gleichermaßen haben die Sioux Indianer andere Rituale für ihre Jungen, die Männer werden, verglichen mit den Maasai in Afrika. Dies könnte erklären, warum die Einweihungen, die im Reiki Network oder anderen westlichen Schulen verwendet werden, signifikante Resultate zeigen. Es kann Frage nicht beantworten, ob mit dem modifizierten Ritual das Mysterium von Reiki erkannt und anerkannt wurde.

Es gibt keinen »Meister« in Reiki

Der Terminus »Meister« wurde wahrscheinlich im Westen geboren. In Japan wird der Begriff »Shihan« benutzt, was Lehrer bedeutet.

Es gibt keine Chakren in Reiki

In Japan fokussiert die eine und einzige Einweihung auf Tamashi, der Sitz der Seele. Dies macht Sinn, weil es sich bei Reiki um Seelenenergie handelt. Das Chakra Konzept wurde erst nach Hawayo Takata in einigen westlichen Schulen eingeführt.

Symbole machen keine äußerliche Arbeit

In der Vergangenheit - als ich gemäss der westlichen Schule Symbole in Alltagssituationen benutzte - fühlte ich mich oft etwas ausgelaugt. Ich hatte die Symbole in bestimmten Situationen wieder und wieder gezeichnet. Dabei hätte die Aussage »viel hilft viel« genug Hinweis geben können, dass ich einer manipulativen »Tätigkeit« nachging. Heute finde ich nur natürlich, dass ich mich mit der Anwendung ausgelaugt fühlte.

Ich gehe jetzt davon aus, dass ein Symbol selbst gar nichts tut. Dies würde die Unterschiede der westlichen Symbole von den japanischen Symbolen unwichtig machen. Die Japaner mögen »LIEBE« und die Europäer mögen »LIE3E« schreiben, beide können sich von der Erinnerung nähren, was Liebe ist. Dies hilft in einem inneren Transformationsprozess.

Im Westen fehlt es an Klarheit in der Bedeutung und Anwendung der Symbole

In Japan hat jedes Symbol eine klar abgegrenzte Bedeutung und Funktion. Symbole werden für ein Thema nicht gemixt, d.h. nicht in Kombination miteinander verwendet. Es gibt keine einzige Anwendung mit Pinsel oder Stift, in der ein Symbol auf einen Körper gezeichnet würde. Die zwei Shirushi (handgezeichnete Symbole), das Jumon (magische Formel) und das Kotodama (Mantra), welche in Usui Reiki Ryoho 2 verwendet werden, haben einen klaren japanischen Hintergrund. Sie sind nicht Jahrtausende alt und kommen auch nicht aus Indien oder Tibet. Usui hat sie selbst kreiert, nachdem er Reiki gefunden hatte.

Das erste Symbol ist nicht das erste Symbol

Im Westen wird zumeist CKR als das erste Symbol benutzt. Es dient der Erdung (sich mit der Erde verhaken), dem Aufbrechen von Energieblockaden wie in bei Narben (enthaken) und als Verstärker - um mehr aus weniger zu machen. Ich finde das widersprüchlich. Aussagen wie das erste Symbol könne den Effekt von Reiki verstärken können nicht als gültig bewiesen werden und sollten überdacht werden. Sie hören sich auch manipulativ an.

Das CKR existiert nicht im japanischen Reiki 2.

Frau Takata kannte das wirkliche erste Symbol, unterrichtete es aber irgendwann nicht mehr. Mary Mc Fayden hatte es noch von ihr gelernt, Fran Brown jedoch nicht. Die Anwendung des ursprünglichen ersten Symbols ist auf körperliche Probleme beschränkt. Es soll helfen, Gifte im Körper aufzulösen (enthaken). Dies bezieht sich auf das Byosen Konzept, welches zusammen mit den 5 Prinzipien die Essenz des japanischen Reiki 1 ist. Das Symbol wird nur mit der Hand gezeichnet, es wird nie irgendwo geschrieben und keine Worte werden mit ihm gesprochen. Es steht in keinem Bezug zu Chakren.

12 Positionen anstelle von Vertrauen

Frau Takata hat das Byosen Konzept verworfen und die 12 Körperpositionen eingeführt. Das westliche Reiki legt große Gewichtung auf diese Positionen, ungeachtet der Empfindung in den Händen. Im Gegensatz dazu hielt Usui das Verständnis dieser Empfindungen für sehr wichtig. Er beschrieb 5 Grade von Byosen (Akkumulation von Toxinen) im Körper: Wärme, starke Hitze, Kribbeln, Nichts-Kälte-Pulsieren, und Schmerz. Bereiche mit höheren Graden von Byosen wurden behandelt bis eine Verbesserung eintrat. Wenn wir sagen 5 Minuten pro 12 Körperpositionen, sagen wir im Grunde »Du kannst deinen Händen nicht vertrauen«. Es bedeutet auch »Du kannst dir selbst nicht vertrauen«. Letztlich behindert es die Entwicklung der Intuition. Denn es gibt vielleicht Situationen, in denen ein spezifischer Bereich viel mehr Reiki als 5 Minuten pro Tag benötigt.

Dem »Byosen folgen« bedeutet nicht »ein Symptom behandeln«, weil Byosen in der linken Niere empfunden werden könnte, während der Klient von Kopfschmerzen berichtet. Für einen Anfänger ist es nicht leicht, den Byosen zu finden. Deswegen hat Usui typische Handpositionen für verschiedene Symptome zusammengestellt, und Takatas Selektion von 12 Positionen resultierte aus den typischsten dieser Positionen.

Ich finde die 12 Positionen noch immer sehr nützlich, wenn ich keinen starken Byosen finde. Wenn jedoch ein starker Byosen auftaucht, bleibe ich jetzt viel länger in den angezeigten Orten, und ich wende wenn nötig das erste japanische Symbol an. Ich verwende auch Kekko, eine spezielle massageähnliche Technik, die am Ende einer Reikibehandlung bei der Beseitigung von Byosen hilft. Ich garantiere, du würdest Kekko mögen, alle meine Klienten lieben es.

Das zweite Symbol soll weder Harmonie noch Schutz kreieren

Im westlichen Reiki 2 wird mit dem SHK Symbol oft auf mehr Harmonie abgezielt. Die Anwender wollen Veränderungen erzeugen, eine bessere oder harmonischere Umwelt. Was aber ist Harmonie? Wenn alles verbunden ist, sind die existierenden Beziehungen dann nicht schon die einzig mögliche Antwort? Sind sie nicht die perfekte Lösung? Was ist es, das ich in dem jetzigen Bild meiner Welt nicht mag, dass ich sage, ich bräuchte mehr Harmonie, ich bräuchte etwas anderes? Wie kann ich von bedingungsloser Liebe erfüllt sein, wenn ich abweisen würde, was ist? Ist ein Gewittersturm nicht Harmonie? Ist es nicht Harmonie, wenn ein Insekt ein anderes Insekt frisst? Also was soll das zweite Reiki Symbol für mich tun?

In Japan gibt es keinen solchen Anspruch auf Harmonie, wenigstens nicht in dem Verständnis, dass sie fehlt. Es gibt ebenfalls keinen Anspruch auf Schutz. Im Strom des Lebens werden einfach die 5 Prinzipien benutzt, und mehr und mehr habe ich das Gefühl, dass die Bemühung ausreicht, nach diesen Prinzipien zu leben.

In Japan wird das zweite Symbol ausschließlich benutzt, um schlechte Gewohnheiten zu behandeln. Es wird ebenfalls nur mit der Hand gezeichnet, hat keinen Bezug zum Solar Plexus oder Energievampiren oder Schutz irgendwelcher Art. SHK, übersetzt aus dem Japanischen, bedeutet lediglich »schlechte Angewohnheit«. SHK ist also kein Mantra. In der modernen japanischen Sprache würde SHK als »sexuelle Perversion« verstanden werden, ist also nichts Heiliges oder dazu gedacht durch wiederholtes Sprechen den Geist zu besänftigen. In Japan wäre das Aussprechen von SHK in der Öffentlichkeit jedoch eine Garantie, dass man plötzlich sehr viel Platz um sich herum hätte.

Frau Takata hat offensichtlich fälschlich zugeordnet, dass das zweite Symbol gegen SHK benutzt wurde, oder sagen wir um SHK zu behandeln, es repräsentierte nicht SHK selbst.

In der ursprünglichen Verwendung des Symbols wird die Hilfe vom Buddha des Mitgefühls erbeten. Deshalb weißt das Symbol auf die Silbe des Siddham Alphabets, die diesen Buddha repräsentiert. Es gibt nur geringe Abweichung in der Form des Symbols wenn man die westliche Version mit der Japanischen vergleicht. Frau Takata war nicht sehr gut in Japanisch, und vielleicht ist deshalb das mehrzeilige japanische Kotodama (Mantra) verloren gegangen, welches in Japan essentieller Teil bei der Verwendung des Symbols ist, um den Geist zu behandeln.

Das dritte Symbol ist nicht dafür da, Reiki irgendwohin zu schicken

In Japan ist es nicht das Reiki, welches über Distanz geschickt wird. Das HSZSN wird verwendet, um das ferne Objekt zum Praktizierenden zu bringen. Im Grunde ist Behandlung über Distanz auch eine lokale Behandlung. Daraus folgt, dass bei einer Fernbehandlung zu einem Zeitpunkt auch immer nur eine Stelle an einer Person Reiki bekommt. Es werden also nicht viele Menschen gleichzeitig oder global behandelt.

Die 5 Kanji Silben des HSZSN sind in jedem Computer mit Unicode Font (Schriftart) installiert. Das Symbol ergibt sich, in dem die Silben dort ineinander gedrückt werden, wo sie übereinstimmen. Dies wird mit größter Präzision getan und verlangt ein gutes Verständnis für die Feinheiten der japanischen Sprache. Der geformte Ausdruck gibt eine wunderbare Beschreibung dessen, was es bedeutet, Mensch zu sein.

Die Form des Takata Symbols deutet darauf hin, dass Frau Takata das Kanji nicht auswendig wusste. Eigenartigerweise hatten sich frühe japanische Schüler, die westliches Reiki lernten, nie darüber beschwert, dass etwas mit dem HSZSN nicht richtig war. Als Frau Yamaguchi (Schülerin von Hayashi Sensei) später diesen Schülern die ursprüngliche Version lehrte, fragte sie etwas vorwurfsvoll »Wie konntet ihr das westliche Symbol akzeptieren?« Die Antwort ihrer japanischen Schüler war sehr rührend: »Weil unser westlicher Lehrer es uns so gesagt hatte.«

Das Meistersymbol existiert nicht

Ich habe keine Ahnung warum das DKM im westlichen Reiki eingeführt wurde. Noch dazu hatte Frau Takata verschiedene Versionen des DKM an verschiedene Schüler gegeben - wie einem Versammlungsprotokoll der von ihr ausgebildeten Reikimeister nach ihrem Tod zu entnehmen ist.

Zweifelsohne ist DKM ein mächtiger Ausdruck. Ansonsten sind es pure Kanji und auf jedem Computer mit Unicode Fonts zu finden. Das DKM wird im traditionellen Reiki nicht verwendet.

Erzähle mir süße kleine Lügen ...

Im Westen wurden viele Reiki Geschichten erzählt, die heute als widerlegt gelten.

Beispiele:

  • Mikao Usui war kein Christ sondern Jodo Shu (Reines Land) Buddhist.
  • Mikao Usui hatte keinen Doktortitel.
  • Mikao Usui ging weder nach Tibet noch besuchte er die USA.
  • Mikao Usui war nicht auf der Suche nach einer Heilmethode. Er hatte eine persönliche Krise und wollte den »Frieden im Geist« erreichen.
  • Mikao Usui gab sich dafür auf dem Kurama Berg kein Zeitlimit von 21 Tagen. Dies wäre in seinem Bestreben vermessen gewesen.
  • Mikao Usui hat die Symbole nicht während des Kurama Fastens gesehen, er hat sie nach seiner Rückkehr selbst kreiert.
  • Chujiro Hayashi war nicht der Nachfolger von Mikao Usui, sondern Jusaburo Ushida.
  • Chujiro Hayashi hat sich mit einem Skalpell getötet, nicht etwa durch seine Geisteskraft. Frau Takata war bei der rituellen Selbsttötung nicht anwesend.
  • Frau Takata wurde von Hayashis Frau gebeten, die Führung in der Hayashi Abstammungslinie als Nachfolger zu übernehmen, aber sie lehnte ab.
  • Die Hayashi Klinik wurde im Zweiten Weltkrieg wie alle Gebäude herum komplett zerstört. Reiki zu praktizieren hat die Zerstörung des Gebäudes nicht verhindert.

Ich glaube die größte Herausforderung ist es, kontinuierlich zu hinterfragen, was ich gelernt habe und für selbstverständlich korrekt halte. Letztlich sind alle immer Fragen über Selbst-Ehrlichkeit und Integrität. Ich werde durch meine Fragen das Reiki nicht verändern. Aber ich kann mich von falschen Auffassungen befreien.

Reiki wird ein Mysterium bleiben. Es ist das größte Geschenk in meinen Leben. Je einfacher es wird umso besser.

Axel Ebert • Juni 2011

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Symbole - Fraktale des Lebens


Albert Einstein an der Berufsschule BBB in Baden, Schweiz

Es gibt einen wissenschaftlichen Begriff, auf den ich bei führenden Mathematikern, Zellbiologen und theoretischen Physikern in letzter Zeit häufig gestoßen bin. Egal ob Zellprozesse beschrieben werden, Störungen im Kontinuum des Lebens, sogar die Schaffung des Universums - »Fraktale« sind in aller Munde. Eine aufregende und noch nicht absehbare revolutionäre Entwicklung rüttelt an den Grundfesten der modernen Physik.

Die Evolution basiert auf fraktaler Geometrie

Mit seiner M-Theorie (M steht für Mutter, Mysterium oder Membran) hat Michio Kaku eine mathematische Lösung gefunden, die Raum für all unsere Beobachtungen bietet, angefangen von der Entstehung des Universums, der Schaffung von Materie, dunkler Materie bis hin zu schwarzen Löchern, in denen unsere physikalischen Gesetze nicht gelten. »Raum« ist tatsächlich ein passender Ausdruck, denn seine Lösung besteht aus 10 räumlichen Dimensionen und 1 Zeitdimension. Die Lösung enthält parallele Universen. Sie sind nötig, um all das zu verarbeiten, was Konsequenz unserer Entscheidungen ist, denn wie der Leser weiß, erschafft der Beobachter seine Wirklichkeit, siehe auch Kaku's Bücher »Hyperraum« oder »Parallele Welten«.

Die 4. räumliche Dimension ist die »Heilige Geometrie« und Mathematik der Manifestation. Hier nehmen die Gesetze der Manifestation Form an, erzeugen Bilder, errichten eine Struktur im Raum, definieren, wie verschiedenen Teile von etwas in einer Beziehung zusammenpassen.

Es ist wichtig, diese Geometrie zu verstehen, wenn wir die Strukturen unserer Umwelt und Biosphäre untersuchen wollen. Bis vor kurzem haben wir uns lediglich mit der Euklidischen Geometrie befaßt, die Strukturen wie Würfeln, Kugeln oder Kegeln beschreibt, die man auf Papier bringen kann. Für die Natur hat die Euklidische Geometrie jedoch keine Bedeutung. Hier sind die meisten Strukturen unregelmäßig und zeigen chaotisch erscheinende Muster. Diese natürlichen Strukturen können nur durch die fraktale Geometrie erklärt werden.

Die Mathematik der Fraktale ist erstaunlich einfach. Es wird lediglich eine einfache Gleichung aus Multiplikation und Addition gelöst. Das Ergebnis wird in die Ursprungsgleichung zurückgeführt, und die Gleichung wird erneut gelöst. Dieser Prozeß wird ständig wiederholt. Das ist die inhärente Natur der fraktalen Geometrie. Im Ergebnis finden wir einander ähnliche Muster, die ineinander verschachtelt sind. Das ist auch der Grund, weshalb einzelne Zellen, ein menschlicher Organismus und die menschliche Zivilisation einander ähnliche Bilder auf verschiedenen Ebenen der Organisation darstellen. Bruce Lipton folgert daraus, daß uns eine Zelle sagen könnte, wie wir das ganze Universum in Ordnung bringen.

In diesem Artikel möchte ich auf einen anderen geometrischen Aspekt dieser Fraktale eingehen, und das sind die kleinen Beiträge zu dieser großen Gleichung. In meinem Konzept gibt es diese komplexe Formel. Sie beschreibt alle Beziehungen und Interaktionen im ganzen Universum, sie zeigt auf, wie sich das Universum verändert. Diese Gleichung ist überhaupt nicht stabil oder gar fix, denn jeder Gedanke von jedem Spieler in diesem Feld, jede Entscheidung hat einen Einfluß auf die Gleichung und erfordert ein ständig neues Balancieren und neue Lösungen. Gesund zu sein bedeutet, mit der aktuellen Lösung übereinzustimmen, in der Lage zu sein, sich an neue Lösungen anzupassen, wenn sich die Formel verändert, auf diese Art und Weise mit dem Universum synchron zu sein, in Kohärenz zu antworten.

Wenn ich mir allein die Menschheit vorstelle und wie viele Formen und Aktionen in jeder Millisekunde fraktale Veränderungen innerhalb dieser laufenden Formel schaffen, so ergibt das ein gutes Bild über diesen höchst interaktiven Prozeß, den ich im Leben erfahre, Teil dieser Formel zu sein, Teil ihrer Lösung.

Hat Gesundheit vielleicht damit zu tun, ob mein kohärentes Selbst mit meinem Umfeld in Synchronizität verbunden ist? Wenn Spontanheilungen passieren (normalerweise dauert das nur Sekunden), ist da vielleicht so ein Schalter gefunden worden, der das im exakt richtigen Moment macht und nicht etwa nach einer Reihe von überlegungen und der damit verbundenen Verarbeitungszeit und Verarbeitungsfehler? Gibt es wegen der Zeitverschiebung so viel Krankheit in der Welt, weil der bewußte Geist so lange braucht, auf das was ist zu antworten? Ist diese Antwort dann schon gar nicht mehr adäquat? Und wie genau kann überhaupt geantwortet werden, wenn die Signale doch durch die Glaubensmuster in den 5 Sinnen gefiltert sind? Wenn ich so in der Vergangenheit lebe, ist das wenige, das ich erkenne, möglicherweise schon nicht mehr gültig? Vielleicht ist der Aufwand, den ich treibe, um auf etwas zu reagieren, eine starke Korrelation zu meinem zeitlichen Abstand und meiner Filtergröße? Wie weit lebe ich eigentlich in der Vergangenheit?

Aikido und die Harmonie der Natur


Das Swastika Symbol als Fraktal,
in Sanskrit mit heilbringend assoziiert
Wandmalerei am Tor zum Stadtpalast von Jaipur in Indien

Wer sich »im Fluß« befindet - wie ein Aikido Meister in seiner Praxis - zeigt andere Antwortfähigkeiten, nämlich Harmonie in Aktion. Im Aikido ist es typisch, daß der Schüler seinen Meister versucht anzugreifen, ohne daß dieser ihn sehen oder hören könnte. Natürlich gelingt es dem Schüler nicht. Seine Aktion erzeugt eine Instabilität und stört den Frieden des Universums. Der Meister, wenn er EINS ist mit dem Universum, ist dieser Störung gewahr, ohne das er ein bewußtes Gefühl von dem Angriff oder seiner Reaktion hätte. Er wirft den Angreifer quer durch den Raum, noch bevor dieser ihn überhaupt hätte berühren können. Selbstredend gelingt diese Antwort ohne Anstrengung.

Im gegenwärtigen Moment zu sein bezeichne ich als Intuition. Spitzenathleten sprechen davon, wie es ist, »in der Zone« zu sein. Es fühlt sich an wie darüber zu reflektieren, wie die Erde entstanden ist.

Reiki Symbole sind fraktale Lösungen

Als ich über Reiki-Symbole und ihre Wirkung schrieb, habe ich die Symbole als Werkzeuge bezeichnet, um meine Welt auf eine bestimmte Art und Weise anzuschauen, und der Rest der Formel müsse die Gleichung ausbalancieren. Mit der neuen Wissenschaft kann ich das Konzept weiter verfeinern. Ich rufe mit den Symbolen bestimmte Konzepte von Einheit, Harmonie und Ursprungsbewußtsein ab, und als geometrisches Fraktal überlagere ich diese Symbole als Teillösung in die laufende Formel in meinem Umfeld. Die neue Lösung der großen Formel wird meinen Fokus berücksichtigen. Die Muster zu wiederholen wird ein stabileres Umfeld um meinen Platz herum im Universum kreieren. Reiki auf meinem Körper anzuwenden, oder einen Ort um mich herum mit Reiki zu füllen ist wie eine Verbindung mit der inhärenten Lösung, die im jetzigen Augenblick die passende Harmonie perfekt beschreibt.

Während Aikido Harmonie in Aktion ist, ist Reiki eine harmonische Lösung, die keine Aktion erfordert. Beide gelingen ohne Anstrengung.

Axel Ebert • April 2009

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Reiki in Japan

Was ist die Essenz von Reiki? Was ist nur Form?


Reiki Anwender in Tokio

Im Frühjahr 2008 bin ich mit mit Frank Arjava Petter nach Japan gereist, um bei Tadao Yamaguchi den ersten und zweiten Grad im Japanischen Reiki (Usui Reiki Ryoho) zu lernen. Tadaos Mutter hat noch von Chujiro Hayashi Reiki gelernt, sie nennen ihr Reiki daher Jikiden - direkte Lehre. Mein Motiv ist mir unklar. Einerseits praktiziere ich schon 8 Jahre lang das westliche Reiki in der Linie Takata - Reiki Network, bin Reiki Meister geworden, weil ich ein inneres Wissen habe, dass Reiki, das grösste Geschenk meines Lebens, funktioniert. Auf der anderen Seite ist da diese Neugierde. Das Unerklärliche übt eine starke Anziehungskraft aus, erforscht zu werden. Ich denke, es ist ein Stück weit Network Tradition, hinter die Kulissen zu schauen. Ob ich wohl Bestätigung für unsere Lehre finde, für unsere Methoden und natürlich für unsere Symbole? Warum stelle ich meine Konzepte um Reiki in Frage? Wie sich herausstellt, bin ich auf dem Weg der Zerstörung. Typisch Reiki möchte ich sagen. Denn Frau Takata hat die Symbole und die Einweihungen anders unterrichtet, als es ihr Lehrer Chujiro Hayashi in Japan getan hat. Da soll noch mal einer die zerstörerischen Kräfte des Weiblichen in Frage stellen. Das meine ich hoch philosophisch. Ohne Frau Takata wäre Reiki vermutlich nie populär geworden.

Die Einweihung ist wie eingangs erwähnt anders. Sie fühlt sich sehr gut an. Ich bin tief berührt. Ich erfahre, dass es bei Mikao Usui und Chujiro Hayashi nur eine Einweihung gegeben hat, die innerhalb des Kurses, bei Gelegenheiten danach und auch über die verschiedenen Grade immer wieder gegeben worden ist.

Reiki wird prinzipiell so beschrieben wie wir es im Reiki Network tun, allerdings bekommt das Konzept der regelmässigen Selbstbehandlungen weniger Gewicht. Meiner Meinung nach gibt es nichts wichtigeres am Reiki, und so bin ich froh über die Lektionen von Frau Takata und den Unterrichtsstoff im Reiki Network, selbst wenn diese eine Modifikation darstellen.

Der Zweck der 3 Reiki Symbole ist ähnlich, der Einsatz ist restriktiver und deutlich abgegrenzt. Die Technik der Anwendung, die Symbole selbst und deren Mantren sind durchweg verschieden. Ich sehe die Wurzeln der Symbole, die im Sanskrit, chinesischer und japanischer Kalligraphie liegen, und die Herleitung von Ursprung zu Symbol ist eindrücklich, macht Sinn und fühlt sich gut an. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass die Symbole funktionieren.

Andererseits kann ich aus Erfahrung auch sagen, dass die Symbole und die Einweihungen im westlichen Usui Shiki Ryoho gleichfalls funktionieren. Es ist offensichtlich, dass einige Anwendungen im Lauf der Zeit hinzugefügt worden sind und andere sich verändert haben.


Auf dem Gipfel des Kurama Berges
Vorsicht mit den Zehen - nicht über die Wurzeln stolpern!

Ich bin irritiert. Symbole haben im Reiki eine grosse Bedeutung. Wir wissen, dass bestimmte Abfolgen bestimmter Linien einen bestimmten Effekt hervorrufen. Wie C. G. Jung geschrieben hat, sind Symbole Energiefelder, die andere Energiefelder freilassen und transformieren können. Da stehe ich nun, und mein Konzept von Symbolen wird tief erschüttert. Wie kann ich einer anderen Regel folgen und noch immer das gleiche erreichen?

Im Hinterfragen meines Konzeptes finde ich eine manipulative Komponente. Es ist das »Erreichen«. Ich glaube, dass ich durch die Anwendung bestimmter Muster mein Umfeld beeinflussen, steuern und kontrollieren könne, dass ich es z.B. sicherer machen könne, dass ich Reiki bei jemanden anschalten könne u.s.w. Letzten Endes denke ich damit manipulativ.

Kontrolle aber gibt es nicht, und erreichen kann ich gar nichts. Wenn ich Kontrolle hätte, dann hätte ich sie für immer, sonst wäre es keine Kontrolle. Das hiesse gleichzeitig, dass niemand sonst Kontrolle haben könnte. Was für ein Widerspruch! Es würde auch bedeuten, dass ich von meinem Umfeld getrennt wäre, denn wie könnte ich es sonst kontrollieren. Aber auch hier muss ich eingestehen, dass meine Wahrnehmung der Umgebung einen Effekt auf mich hat und meine Reaktion meine Umgebung ändert.

Im Grunde bin ich nur ein Beobachter innerhalb des Systems. Ich bin Teil der Formel, die ich ändern möchte. Es ist wie eine Gleichung mit vielen Unbekannten. Sie hat unendlich viele Lösungen. Je nachdem, wie ich meine Welt anschaue (dem Augenblick meine Aufmerksamkeit schenke) muss der Rest der Formel die Gleichung ausbalancieren. Reiki ist eine spezielle Art und Weise, auf das Leben zu schauen, Konzepte von Einheit, Harmonie und ursprünglichem Bewusstsein abzurufen. Wenn das mein Fokus ist, so ist der Effekt unausweichlich. Mit den Symbolen erzeuge ich nichts und bewege ich nichts, ich benutze sie als Mittel oder Werkzeug, um Reiki in Fokus zu nehmen, um Reiki abzurufen, um an Reiki zu erinnern. Es ist wie die Betrachtung von Felsmalereien in einer dunklen Höhle. Ich kann eine Taschenlampe mit gelbem Griff verwenden, ich könnte aber auch eine Taschenlampe mit rotem Griff nehmen. So fühlt es sich an, wenn ich über Diskussionen unter Takatas Studenten lese, wessen Reiki nun authentischer sei. Da lässt die Ironie des Lebens grüssen, denn jetzt stellt sich heraus, dass alle Studenten ziemlich weit weg von der japanischen Methode sind - dort wird nämlich eine grüne Kerze verwendet, um die Malereien zu bestaunen.

So wie Religionen darum kämpfen, die einzig wahrhaftige zu sein, so könnte man auch um die Wahrhaftigkeit der Reiki Symbole streiten. Aber auch auf Wahrheit trifft das oben gesagte zu. Ich könnte Wahrheit nur erkennen, wenn ich getrennt davon wäre. Als Teil der Formel kann ich Wahrheit nicht erkennen, ich kann nur beobachten und die Beobachtung ansprechen. Die Antwort liegt eher in dem Bewusstsein, mit dem ich das tue. Das Missverständnis von Wahrheit oder der Richtigkeit eines Werkzeugs hat für mich mit einer Fehlwahrnehmung zu tun. Es ist das am meisten untergrabende Glaubenssystem, von der Welt getrennt zu sein und eine Identität zu haben. Daraus erwachsen alle anderen Glaubensmuster. Könnte ich mich doch als grossartig, unbedeutend und ALL-EIN erfahren! Aus der Interpretation des Gegenteils, dem Bewusstsein von Trennung, folgt der Drang nach Wichtigkeit, die Sucht, etwas tun (manipulieren) zu müssen.

Nehmen wir ein anderes Beispiel. Ich kann das Wort »Liebe« oder irgendeine symbolische Nachricht in Japanisch oder Hawaiianisch aufschreiben. Der Schlüssel des Ansprechens steht hinter diesen Buchstaben, die ich aufschreibe. Schliesslich passiert weiter nichts, als das ich erinnere, abrufe und auf die Essenz hinter »Liebe« fokussiere. Dazu muss ich das Alphabet lernen, das ich nutzen möchte, und ich muss ein tiefes Verständnis davon haben, was Liebe bedeutet. So ist es mit den Symbolen. Ich kann die japanischen Symbole verwenden oder die Symbole, die Frau Takata unterrichtet hat. Es macht Sinn, die millionenfach angewandten Symbole zu benutzen. Dahinter steht eine starke Matrix. Sie quadriert die Summe des Wissens aller einzelnen Anwender. Das Werk wird weniger anstrengend.

Wenn ein Student und ich in einer Initiation zusammenkommen, kann ich mit beiden Werkzeugen die Aufmerksamkeit auf Reiki richten, und der Student wird Reiki gewahr. Ich schalte in dem Sinne kein Reiki an, sondern Bewusstsein trifft sich, der Student möchte Reiki erfahren, und ich nutze meine Taschenlampe oder meine Kerze, um darauf zu leuchten, den Fokus zu ändern. Die Formel verschiebt sich.

Es wird nicht viel getan. Etwas unwichtiges und grossartiges passiert...

Axel Ebert • Juni 2008

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Reiki und der energetische Bauplan


Der energetische Bauplan

Es geht im folgenden um Baupläne, die sogenannten Blaupausen, oder Blueprints. Das wird uns zurückführen zu früheren Erläuterungen um das Bild vom Eisberg und den Vorstellungen von Vernetzungen. Als Ingenieur von Beruf habe ich im Zusammenhang mit diesem Thema mit Überraschung festgestellt, daß sich viele Verbindungen zum Beispiel zur Quantenphysik schlagen lassen, die sich gleichfalls mit unbestimmbaren bzw. nicht steuerbaren Phänomen konfrontiert sah. Das ist spannend, gelten Physiker doch als sehr bodenständig und sachlich.

Eine berühmte Aussage von Albert Einstein ist »Das FELD ist die einzige bestimmende Kraft des Teilchens«. Was wird da über unsere materielle Welt eigentlich ausgesagt?

Und Johannes Kepler, den ich nur aus dem Astronomieunterricht wegen seiner 3 Planetengesetze kannte, hat auch einiges mehr zu bieten. 1619 veröffentlichte Kepler in Linz das Werk »Harmonices mundi« (Harmonie der Welten), die neben dem dritten Keplerschen Gesetz interessante Kapitel enthält wie das dritte Buch, wo Kepler den Begriff »Harmonie« im musikalischen Sinn wörtlich nimmt und für jeden der bekannten Planeten eine Melodie entwickelt, oder das vierte Buch mit dem Titel Metaphysisches, Psychologisches und Astrologisches Buch: Das geistige Wesen der Harmonien und ihre Arten in der Welt. Für ihn waren Erde, Sonne, der Mond und die Planeten keine unbelebten Objekte, sondern sie hatten eine Seele. Er sah ihren Einfluß auch auf den Menschen als gegeben an und sprach von der brotlosen Kunst Astronomie, wenn es denn nicht die Astrologie gäbe.

Max Planck, quasi Entdecker der Quantenmechanik, hat das ganze Gebäude der Physik über den Haufen geworfen. Seine Entdeckung, das Energie stoßweise absorbiert und ausgestrahlt wurde, ließ ihn um seine Reputation fürchten und er zögerte mit der Veröffentlichung. In der Physik ist es wohl wie überall. Es gibt althergebrachtes Wissen, daß man gern für unumstößlich halten möchte. Und es gibt manchmal sehr einflußreiche Leute, die so daran festhalten, daß es sehr schwer ist, neue Wege zu gehen. Aber mit neuen Wegen hat Leben unweigerlich zu tun. Loslassen von altem, hinwenden zu neuem.

Niels Bohr, ein anderer Nobelpreisträger für Physik, hatte Elektronen untersucht dabei festgestellt, daß diese sich manchmal als Teilchen und manchmal als Welle verhielten. Die Materie trat nur noch mit gewissen Wahrscheinlichkeiten auf. Dann entdeckte Werner Heisenberg das Prinzip der Unschärfe: Je mehr ein Beobachter über den Ort eines Elektrons wußte, desto weniger konnte er über dessen zukünftigen Weg (seinen Impuls) aussagen. Forscher kamen zu grundsätzlich anderen Ergebnissen, wenn sie zuerst den Ort und dann den Impuls gemessen hatten, als wenn sie es genau umgekehrt getan hätten. Seit der Zeit weiß man: »Beobachten heißt verändern«.

Schon in einer recht frühen Phase der Quantenphysik wurde ein Paradoxon aufgestellt, das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon: Wenn zwei korrelierte Partikel entgegengesetzten Spins (Eigendrehimpuls) auseinanderfliegen, ergibt sich bei der Änderung des Spins des einen Partikels automatisch eine Änderung beim anderen Partikel, auch wenn dieses Teilchen sich am anderen Ende der Welt befindet. Das Partikelpaar steht also in unmittelbarer nichtlokaler Beziehung zueinander. Es klingt verrückt. Wir machen etwas an einem Ende der Welt, und am anderen Ende der Welt gibt es darauf eine Reaktion. Wie weiß das eine Partikel von dem anderen - ist eine weitere Frage, die ich zu meinen früheren Fragen hinzufügen möchte. Seinerzeit noch ein Gedankenexperiment (Einstein und co. Wollten den Quantenspuk theoretisch widerlegen) wurde das EPR-Paradoxon 1973-1980 durch Alain Aspect am Optischen Institut in Orsay nachgewiesen.

John Stewart Bell fasste das Paradoxon zu seinem berühmten Lehrsatz (das Bellsche Theorem) zusammen und integrierte es in die Quantenphysik. Und das ist keine banale Weisheit, sondern eine ernsthafte physikalische Betrachtung. Alles steht zu allem in irgendeiner Beziehung. Wenn es z.B. bei Entstehung des Universums nur einen singulären Punkt mit unendlicher Masse gab, aus dem alle Partikel expandierten, ist es wahrscheinlich, daß die unterschiedlichen Partikel noch eine Art »Erinnerung« an die Zeit »in sich tragen«, in der sie noch vereint waren. Dieser akausale Zusammenhang läßt sich unter »Ähnlichkeit« zusammenfassen. Ähnliches beeinflußt Ähnliches über Zeit und Raum hinweg.

Erinnerung ist ein Schlüssel, der uns noch weiter beschäftigen wird.

Natürlich hat es nicht lange gedauert, bis diese Überlegungen auch von anderen Wissenschaftszweigen aufgegriffen wurden. Rupert Sheldrake, der in Cambridge Biologie und Biochemie sowie in Harvard Philosophie studierte, schrieb 1981 sein erstes Buch »Das schöpferische Universum«. Nach Sheldrake gibt es keine zeitlosen Naturgesetze, und unwandelbaren mathematischen Gesetzmäßigkeiten. Alle Formen, Gesetze des Universums sind Gewohnheiten, Erinnerungen, die sich im Wiederholen stabilisieren. Eine Schlüsselrolle spielen in der Natur dabei sogenannte »morphogenetische Felder«, unsichtbare organisierende Strukturen, die sich auf Form und Verhalten von Kristallen, Pflanzen, Tieren usw. auswirken.

Die Gewohnheitsbildung erfolgt in immer kürzeren Intervallen, je häufiger sie wiederholt wird. Die Felder enthalten die gesammelte Information aller vergangenen Geschichte und Evolution, etwa in der Art von Freuds »Menschheitsgedächtnis« oder C.G. Jungs »kollektiven Unbewußten«, und diese sind nicht im genetischen Code gespeichert.

Die Felder existieren jenseits materieller Strukturen. Wir können keine Verbindungen messen, und trotzdem sind die Auswirkungen sichtbar, so wie im Versuch mit den getrennten Partikeln.

Das ist nicht nur für die Physik und Biologie von Bedeutung. Es könnte auch eine Erklärung für Reiki sein.

Aber bleiben wir noch bei Sheldrake, denn gerade erklärt er die Entwicklung von Formen über Zeit und Raum hinweg, z.B. wie ein Mensch aussieht, wie ein Kristall wächst, wie eine Pflanze sich entwickelt. Die Form kommt aus der Gleichschwingung ähnlicher Formen über Zeit und Raum hinweg. Organismen vermitteln sich ihre Form und innere Struktur aufgrund von Informationen von der früheren Existenz ähnlicher Systeme, interaktiv und kumulativ, immer wahrscheinlicher und schneller.

Sheldrake konnte das an der Synthetisierung neuer Kristalltypen zeigen: Es hatte Wochen und Monate gedauert, bis sich ein neuer Kristalltyp aus einer Lösung auskristallisierte. Alle weiteren Synthetisierungen dieses Kristalls liefen dann bedeutend schneller ab, selbst wenn sie in Laboratorien auf einem anderen Erdteil eingeleitet wurden. Jegliche traditionelle lokale und kausale Erklärung versagt in diesem Fall.

Die morphische Resonanz ist nicht mit Energietransfer von einem System auf ein anderes verbunden, sondern stellt einen nichtenergetischen Informationstransfer dar. Sie postuliert eine Überschreitung des Raumzeit-Kontinuums, denn alle Transfervorgänge innerhalb der Raumzeit sind mit Masse und Energie verbunden.

Morphische Resonanz ist umso spezifischer und wirksamer, je ähnlicher die in Resonanz stehenden Muster sind. Ein gutes Beispiel sind eineiige Zwillinge, die häufig verblüffende Übereinstimmungen in ihren Angewohnheiten haben, selbst wenn sie nach der Geburt getrennt wurden. Sie fahren das exakt gleiche Auto, heiraten Frauen mit gleichen Vornamen, bauen dasselbe Regal für ihre Bücher. Genetische Veranlagung ist unwahrscheinlich.

Besonders spezifisch ist die Resonanz eines Organismus mit seinen eigenen früheren Zuständen. (Eigenresonanz). Diese Form der Selbst-Stabilisierung des Organismus erklärt, wie es sein kann, daß sich Gewebe und Zellen permanent regenerieren und doch seine Form aufrechterhalten bleibt.

Das hat mit Erinnerung zu tun. Wenn eine Zelle beschädigt wird, ist sofort eine Erinnerung da, wie diese Zelle sich reparieren kann, sie weiß, wie sie früher aussah, und Ihre Umgebung weiß es mit. Ein Heilungsprozeß wird ausgelöst, und alles ist wie früher. Es können sich aber auch andere Muster entwickeln. Chronische Krankheiten. Der Mensch erneuert seine Zellen je nach ihrer Funktion von sehr kurzen Intervallen - die Leber braucht etwa 3 Wochen - bis hin zu etwa 6-9 Monaten für bestimmte Knochenzellen. Im Prinzip gibt es immer die Möglichkeit, sich an eine gesunde Zelle, an das Leben und die Form einer gesunden Zelle zu erinnern und diese wiederherzustellen. Aber es gibt Leute, die über Jahre und Jahrzehnte ein arthritisches Knie haben. Wieso erzeugt dieser Mensch und wieso erzeugen die Zellen in diesem Menschen im 6-9-Monatsrhytmus immer wieder frische neue arthritische Zellen? Die Erinnerung hat sich soweit verfestigt, daß scheinbar dieser Entwicklung der Vorzug gegeben wird, anstatt sich an anderes zu erinnern, an das allgemeine Wissen aller Zellen von allen Menschen auf unserem Planeten, wie eine gesunde Zelle erzeugt wird und was ihre Funktion ist.

Und da befinden wir uns in unserem energetischen Bauplan, ein Bauplan, der jedem Menschen schon mit der Zeugung mitgegeben ist, ein Bauplan, der alle diese Informationen verfügbar hat.

Nach dem Schweizer Psychologen C.G. Jung steckt in jedem Menschen alles, so ähnlich wie in jedem einzelnen Splitter eines Hologramms das ganze Bild zu finden ist. Das heißt, jeder Mensch besitzt die Fähigkeit zum Massenmörder genau so, wie er die Eigenschaft hat, keiner Fliege etwas zuleide tun zu können. Es geht einzig um die Wahl, etwas zu tun und etwas anderes nicht zu tun.

Den Teil, den der Mensch auslebt und für sein Ich hält, nennt Jung die Persona. Persona bedeutet Maske, und das wiederum kommt vom lateinischen »personare«, was so viel bedeutet wie »hindurch klingen«. Was der Mensch als »nicht zu sich gehörend« empfindet, nennt Jung den psychologischen Schatten. Es gibt Dinge, die ich an mir nicht wahrhaben möchte, Seiten, die ich ablehne. Habe ich sie vielleicht trotzdem in mir? Wie ist das, wenn ich ein Teil vom Ganzen bin?

Warum will ich so häufig das sein, was ich nicht bin? Und warum kann ich nicht glauben zu sein, was ich bin? Warum halte ich an Dingen fest, die ich nicht brauche?

Mit der Verschmelzung einer Eizelle und einer Samenzelle hat es »Peng« gemacht, und der Bauplan war vorhanden. Bestimmte Erinnerungen haben sich aufgeprägt, und ich bin mit diesen Erinnerungen losgelaufen. Ich hatte meine Erlebnisse, manche habe ich emotional aufgeladen, es gab ein Trauma. Das hat meine Präferenzen gemacht. Ein anderer hat seine Präferenzen gemacht und ist ein Priester geworden, wieder einer ein Manager, einer ist schwerkrank, und einem kann schein gar nichts passieren und er schwört, das Leben sei ein Spaziergang und eine Lust.

Ist es nicht spannend eine Erklärung zu finden, weshalb jeder Mensch anders ist? Aber noch viel schöner ist etwas anderes: einmal zu beobachten, daß diese Blueprints nicht etwas unverrückbares sind. Im Gegenteil. Es ist ein gewisser Rahmen, der natürlich unsere Gegenwart und in gewisser Weise unsere Zukunft beeinflußt. Aber es ist kein starrer Rahmen. Wir können eingreifen und wir tun es auch. Deshalb entwickelt doch jemand kranke Zellen, wo vorher gesunde Zellen waren. Oder was auch passieren kann - ich habe angefangen etwas zu verändern in meinem Leben - in meiner Einstellung zu meinem Leben, in meinem Umfeld - und auf einmal bin ich gesund oder es geht mir besser.

Und das ist etwas sehr sehr Wichtiges, was ich an dieser Stelle sagen möchte.

»The problem is choice«. Es geht immer um die Wahl. Übrigens nur jemand in einer Opferrolle glaubt, es gäbe keine Wahl. Das ist auch so etwas, daß man LOSLASSEN kann. Und das ist wirkliche Freiheit, wenn man seine Opferrolle ablegt!

Einstein hatte es als die reinste Form des Wahnsinns bezeichnet: »Alles beim alten zu belassen und zu hoffen, daß sich etwas ändert«. Scheinbare Zufriedenheit fällt in die gleiche Kategorie. Vielleicht ist sie sogar schlimmer, denn da ist mehr Ignoranz und weniger Hoffnung.

Ich habe die Wahl, und ich stehe praktisch ständig vor der Entscheidung: Halte ich an meinen alten Erinnerungen fest oder will ich mich an neuen, besseren Mustern orientieren? Blueprints sind solche Muster und es sind praktisch gesehen Felder die Information enthalten. Der Bauplan, der da drin steckt, ist meine Manifestation von Bewußtsein. Das ist nicht das schöne göttliche universelle Bewußtsein, sondern das was ich davon glaube, ein spärlicher Teil, mit unendlich vielen gefilterten Verfälschungen. Aber das ist mein Bauplan. Und dieser Bauplan leitet alle meine Zellaktivitäten. Dieses Bewußtsein, das sich da einstellt, wird deutlich gemacht durch die Krankheiten die ich habe und durch die Ereignisse, die ich durchlebe. Krankheit offenbart solche Aspekte meines Bewußtseins und der Zustände um mich herum, die ich ändern muß. Wenn mich Bewußtseinszustände krank machen, hat das mit Ignoranz oder mit Unwissen zu tun. Und hier kann ich etwas tun, denn einfach nur Symptome zu behandeln - das kann natürlich lebensnotwendig sein - ist eben nur eine zeitliche Brücke. Das wird auf der Bewußtseinsebene nicht viel helfen. Indem ich das Bewußtsein ändere, habe ich die mächtigste Methode gefunden, eine Krankheit zu korrigieren. Deshalb sind Meditationstechniken, Mentaltraining oder auch Reiki so mächtige Werkzeuge. Sie arbeiten auf der Ebene der Ursachen.

Wieso kann mir Reiki helfen, dieses Blueprint zu verändern? Ganz einfach. Reiki ist eine Manifestation von reinem universellen Bewußtsein. Wenn das in ein disharmonischen kranken mit schlechten Erinnerungen geprägten Körper einfließt, katalysiert das, bombardiert das das Bewußtseinsniveau des disharmonischen Körpers auf ein viel höheres und inneres Wissen. Reiki kann seine zerstörerische Wirkung im positiven Sinne entfalten.

Krankmachende Erinnerungen in den Zellen können zerstört und losgelassen werden, falls nötig in einem bewußten Prozeß, wenn mit Reiki Dinge an die Oberfläche gelangen.

Die Zellen bekommen besseren Zugang zum universellen Wissen. Das ist es, weshalb Reiki so mächtig ist. Alles hat mit ERINNERUNG und LOSLASSEN zu tun. Das sind die beiden Schlüssel zur Gesundheit. Ich verändere mich mit Reiki, ich verändere mein Blueprint und in der Folge verändere ich damit auch meine Umgebung.

Mit Reiki räume ich in meinem Eisberg auf und verbessere mein Blueprint, damit bestimmte Blueprintereignisse nicht mehr nötig sind oder nur noch in abgeschwächter Form. Das tiefe Vertrauen in Reiki ist mit meinen regelmäßigen Anwendungen gekommen. Reiki ist jetzt ganz natürlich für mich geworden, und auch die Hingabe dazu. Ich kann es noch immer nicht erklären, aber glücklicherweise muß ich es nicht mehr beurteilen. Und Urteile haben einzig und allein mit Schuld zu tun.

Reiki ist der Weg des Loslassens hat einmal jemand gesagt. Genau.

Axel Ebert • Februar 2008

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Hingabe - in einem Atemzug

»Was Du Angst hast zu verlieren - loszulassen übe Dich.«

Heute habe ich, wie ich meine, die Essenz von Atmung verstanden. Ich mußte einfach loslachen, als ich es herausfand. 24 Jahre habe ich Yoga praktiziert, und vielleicht habe ich es nie getan. 24 Jahre für eine 5 Minuten Lektion. Meine Atemübungen waren wie das, was wir Zufallsreiki nennen. Ich bin dem perfekten Atemzyklus 4-16-8-8 nachgejagt, was für Einatmen-Anhalten-Ausatmen-Anhalten in Sekunden steht. Ich hatte mich sogar verbessert, ziemlich schnell ging es zu 5-20-10-10 und weiter zu 6-24-12-12. Von da an ging es nicht weiter, weder in zeitlicher Ausdehnung noch in Freude, wie Du vielleicht schon vermutest. Die vorteilhaften Auswirkungen meiner »Versuche« waren über die ganze Zeit wahrscheinlich auch eher begrenzt.

Vor einiger Zeit habe ich dann diesen Spruch gehört. Die Yogis sagten »Perfekte Atmung - Perfekte Gesundheit«. In meinem Geist fing etwas zu arbeiten an. Was ist die Essenz dieser perfekten Atmung? Ist es wirklich dieser vorgegebene Rhythmus oder gar eine Frage, wie lange jemand den Atem anhalten kann?

Dieser Atem ist doch in Wirklichkeit der Hauch des Lebens. Ich lasse die ganze göttliche Schöpfung und Energie in mich eintreten, und mein ganzes Selbst, meinen Körper, meinen Geist ausfüllen, wenn ich einatme. Dieser Atem verbindet meinen Körper mit meinem höheren Selbst. Je tiefer und vollständiger ich einatme, umso näher komme ich meiner wirklichen spirituellen Natur. Diesen Atmen vollständig aufzunehmen heißt, mich meiner eigenen göttlichen Natur anzunähern. Es ist dieser Atem, der das Scheinbare mit dem Unbekannten verbindet. Wenn ich mich mit diesem Geschenk vollständig vereinen kann, es verinnerlichen kann, werde ich auch bereit sein, es loszulassen. Dieses Loslassen ist Hingabe. Sie ist absolut notwendig und muß vollständig sein. Ich habe kein Recht, etwas zu behalten, was mir leihweise vergönnt wurde. Alles auf der Erde folgt dem heiligen »Gesetz der Rückkehr«, von dem das Gravitationsgesetz nur ein Aspekt ist. Wenn ich ausatme, ergebe ich mich diesem Gesetz, ich gebe mich ihm hin. Ich trete in die Welt und erlaube, das mein Selbst von der göttlichen Schöpfung wieder absorbiert wird. Je tiefer und vollständiger ich diesen Kreislauf fließen lassen kann, desto mehr bin ich Eins mit dem Universum und mit mir selbst.

Ich bin der Meinung, daß diese vollständige Hingabe eine intuitive Handlung, beruhend auf intuitivem Wissen voraussetzt. Und dies ist die vollständige Absorption.

Als ich anfing, meine Atemübungen mit diesem Fokus durchzuführen, habe ich sofort eine große Freude gespürt. Ich fühlte mich wie aufgeladen, mit einer unerwarteten Klarheit. Leichte Beschwerden, die ich über Monate am linken Hüftgelenk hatte, verschwanden plötzlich. Ich fühlte mich fast wie benommen ob dieser untypischen Frische. Kurz darauf habe ich ein bezauberndes Mädchen kennengelernt. In mir sind Gefühle von Liebe erwacht, die ich in dieser Tiefe nie kannte. Um es mit anderen Worten zu sagen - mein Sein hat sich mit den vollständigen Atemzügen harmonisiert und ausgedehnt.

Mit meiner Erkenntnis sind meine Atemzyklen nicht nur tiefer geworden sondern auch automatisch länger, und jetzt verstehe ich es. Ich bin einem Ziel nachgejagt, daß ich nicht erreichen konnte. Denn das Ziel ist in Wirklichkeit kein Ziel sondern ein Effekt von nicht versuchen, etwas das sich infolge stolzer Absorption und hingabevoller Aufgabe ergibt. Ich bin nicht auf der Erde um mich nur hinzugeben. Aber Hingabe ist ein natürlicher Teil davon.

Für den Spruch der Yogis oben gibt es eine physiologische Erklärung. In der Atmung scannt der KörperGeist die ganze Existenz - von der tiefsten Frequenz (den Knochen) bis hin zur höchsten (den Chakren). Diese bewußte Kenntnis von allem, was im KörperGeist passiert, ist Voraussetzung für die vollständige Selbstheilung. Wie könnte wohl jemand mit einer flachen Atmung gesund bleiben und sein ganzes Potential ausschöpfen?

Meine Atmung ist mein immerwährender Zeuge, wie weit ich für Absorption und Hingabe bereit bin, wieviel Göttlichkeit ich in mein Handeln lege. Nicht das gleichzeitige Ausführen mehrerer Handlungen kann dieses Bewußtsein freilegen, sondern nur das Gegenteil davon. Im Fernen Osten sagt man:

  • Wenn ich spiele, dann spiele ich.
  • Wenn ich schlafe, dann schlafe ich.
  • Wenn ich esse, dann esse ich.
  • Wenn ich atme, dann atme ich.

So möchte ich anfügen:

  • Wenn ich einatme, dann lasse ich das Universum in mich eintreten.
  • Wenn ich ausatme, gebe ich mich hin (trete ich in die Welt).

Axel Ebert • Februar 2006

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Die fünf Konzepte als Fragen

Die geheime Kunst, das Glück einzuladen
Die wunderbare Medizin für alle Krankheiten

Wenigstens heute - ärgere Dich nicht.
Sorge Dich nicht.
Sei dankbar.
Erfülle Deine Pflichten.
Sei freundlich zu Deinen Mitmenschen.

Falte die Hände jeden Morgen und Abend in Meditation und bete von Herzen. Denke mit Deinem Geist und spreche mit Deinem Mund.

Zur Verbesserung von Geist und Körper.
Usui Reiki Ryoho

Der Gründer

Mikao Usui

Mikao Usui, der Begründer von Reiki, hat mit den 5 Konzepten ein hoch philosophisches Vermächtnis hinterlassen, wie das Rezept für ein zufriedenes Leben aussieht. Im Seminar gehe ich darauf ein, weshalb Reiki so hilfreich ist, diese Konzepte und somit ein zufriedenes Leben zu verwirklichen. Hier möchte ich einfach betonen, dass die Konzepte nicht nur für Reikianer passend sind. Vielleicht mag sich der geneigte Leser, selbst ohne Reiki, näher damit beschäftigen.

Wie mag sich eine tiefe innere Gewissheit anfühlen, in der klar ist, daß jetzt nur das »jetzt« wichtig ist, daß Dinge manchmal einfach passieren, daß ich mein Bestes gebe und den Rest der Bestimmung überlassen kann, daß ich anderen immer wohlgesonnen bin? Dann werde ich in den Konzepten zu Hause sein, natürlich. Dann habe in der Tat die Wundermedizin und das Geheimnis für Glück gefunden.

Affirmationen

Für gelegentliche Sprünge auf dem Weg könnte eine Affirmation um die Konzepte hilfreich sein. Am besten werden diese als positive Fragen formuliert, eine Anregung von Andreas Ackermann, einem schweizer Mentaltrainer. Positive Fragen geben viel Futter für den Geist.

Zitat: »Aus dem Verkaufstraining wissen wir, daß der Einsatz von Argumenten und Aussagen nicht annähernd so wirkungsvoll wie das Stellen aufbauender Fragen ist. Man weiß, daß dem Gehirn gestellte Fragen weitaus wirkungsvoller als Argumente und Aussagen sind, die dem Gehirn auferlegt werden. Wenn das so ist, warum sollte man nicht die Aussagen überhaupt umgehen und geradewegs zu den Fragen kommen? - wenn das Gehirn das ohnehin schon macht? Machen Sie mal den Test: Formulieren Sie ab jetzt: Warum bin ich glücklich, gesund und wohlhabend? Warum fallen mir laufend interessante und lukrative Aufträge zu? usw. Der springende Punkt bei dieser Form von Affirmationen ist es nicht, die Antworten auf Ihre Fragen zu finden! Es geht lediglich darum einen Prozeß auszulösen - also nicht rational nach einer Antwort suchen. Überlegen Sie auch einmal, was Sie bewirken, wenn Sie sagen: Warum bin ich immer der Verlierer? Warum trifft es immer mich? Warum bin ich dauernd krank? Warum habe ich immer die falschen Männer? usw. Hat doch bis heute bestens funktioniert, oder?«

Laßt uns also aufschreiben und fragen.

  • Warum ist mir der heutige Tag so wichtig?
  • Warum bin ich zufrieden (ärgere ich mich nicht)?
  • Warum bin ich zuversichtlich (sorge ich mich nicht)?
  • Warum bin ich dankbar?
  • Warum erfülle ich meine Pflichten?
  • Warum bin ich freundlich zu meinen Mitmenschen?
  • Warum praktiziere ich Reiki?

Und in der plötzlichen Stimmung eines Augenblicks werde ich mich irgendwann fragen - ja und warum denn eigentlich nicht? Ich weiß zwar nicht, warum ich mich so verhalte, aber es ist gut so.

Axel Ebert • Januar 2006

Gokai | Artikel | Seitenanfang

Über Stärken, Schwächen und Reiki

Ich möchte die Vergleiche mit Mitmenschen und Kritik bezogen auf Verhalten beleuchten. Naturgemäß hat das mit Bewerten zu tun, empfinde ich doch einen Mitmenschen immer relativ zu mir, mal stärker, mal schwächer.

Wie bin ich mir eigentlich meiner Stärken und Schwächen bewußt geworden? Ganz am Anfang waren es vermutlich Signale aus der Umgebung, vielleicht gar die Kritik eines nahe stehenden Menschen. Eine Kritik wäre eigentlich nicht sonderlich hoch zu bewerten. Sie zeigt und sagt eher etwas über die Perspektive des Kritikers aus. Bin ich »schwach«, wenn ich gesellschaftlichen Standards nicht folge, wenn ich nicht kämpfe, nicht gewinne, keinen Erfolg habe, keine Anerkennung, wenn ich krank bin?

Wenn ich kritisiere, tue ich das aus der Position der Stärke oder der Position des Opfers heraus. Oft ist beides das Gleiche. Aus der Position der Stärke - wieviel Angst schwingt mit, selbst einmal in eine missliche Situation zu geraten? Ist da nicht immer etwas von einem Opfer dabei, das sich als glücklicherweise, zufälligerweise, unverdienterweise, verschont geblieben fühlt? Bin ich froh darüber, nicht in der Situation des Kritisierten zu stecken? Wie würde ich wohl an seiner statt reagieren? Was zeigt mir der Kritisierte wirklich?

Als Kritiker zeige ich Stärke. Vielleicht habe ich einmal andere besiegt. Ich habe mit Sicherheit »Schwächere« besiegt! Meine Stärke ist meine Schwäche! Würde ich gegen Stärkere kämpfen? Würde ich gegen mich selbst kämpfen, mich meinen Ängsten stellen? Was noch viel schlimmer wäre, denn womöglich müßte ich eigene verdeckte, zugedeckte, Schwächen erkennen.

Wer glaubt er sei stark - der ist schon schwach. Und der Schwache? Er hat vielleicht gekämpft und verloren? War er dann nicht stark? Oder er hat erkannt, daß ein Kampf unnütz sei? War er dann nicht weise? Ist er überhaupt schwach? Vielleicht übt er sich im Nichtwiderstand? Es ist nicht immer ein Kampf, der eine vermeintliche Schwäche überwindet. Es kann ein größerer Kampf sein, die eigene Sichtweise zu ändern.

Dann - plötzlich - verlieren Stärken und Schwächen ihre Ladung. Wenn ich mit meinen vermeintlichen Schwächen in Kontakt stehe, allein mir dieser Situation bewußt bin, bin ich stark. Ich hole diese »dunkle Seite« ans Licht und vereine mich mit einem Teil meiner selbst. Am Licht ist die Seite schon nicht mehr dunkel, und die Begriffe lösen sich auf.

Hierbei empfinde ich eine außerordentliche Bedeutung von Reiki. Ich habe ein Werkzeug gefunden, die positiven und negativen Ladungen (Bewertungen) aus allen Bereichen des Lebens herauszunehmen. Mit Reiki spüre ich, was es bedeutet, Gottes Sohn zu sein.

Axel Ebert • August 2004

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